Zu-Fuß-Gehen verbindet Menschen, Grätzl und öffentliche Orte. Damit Wege sicher, angenehm und für alle nutzbar sind, plant und verbessert Wien laufend die Infrastruktur für das Zu-Fuß-Gehen. Erfahre, was das Zu-Fuß-Gehen in Wien noch angenehmer macht – von Masterplänen-Gehen über Verkehrsberuhigung bis zu sicheren Schulwegen und barrierefreien Verbindungen.
Fußverkehrsplanung
So entsteht eine Stadt für Menschen, die zu Fuß unterwegs sind
Wien, die 15 Minuten Stadt
Wien ist eine Stadt der Fußgänger:innen. Mehr als ein Drittel aller täglichen Wege werden zu Fuß zurückgelegt. Gute Gehwege und schöne Plätze sind deshalb ein wichtiger Bestandteil einer lebenswerten Stadt.
Fußverkehrsplanung schafft:
- sichere und direkte Wege,
- mehr Platz zum Gehen und Verweilen,
- barrierefreie Verbindungen,
- sichere Schulwege,
- schöne und attraktive öffentliche Räume und
- eine bessere Verbindung zwischen Grätzln und wichtigen Zielen.
Was macht eine fußgängerfreundliche Stadt aus?
Gehwege und Gehsteige sind eine Grundvoraussetzung. Doch damit Menschen wirklich gerne zu Fuß in einer Stadt unterwegs sind, braucht es noch einiges mehr. Eine gute Infrastruktur für den Fußverkehr schafft sichere Verbindungen, angenehme, schöne Aufenthaltsorte und Orientierung im Alltag.
Bildnachweis: Mobilitätsagentur Wien/Christian Fürthner
Sichere und breite Wege
Schul- und Alltagswege
Von einem guten Fußwegenetz profitieren alle in der Stadt. Breite Gehwege und verkehrsberuhigte Bereiche wie Fußgänger:innenzonen, Begegnungszonen sowie Wohnstraßen machen das unterwegs sein angenehm. Damit Kinder sicher und selbstständig zur Schule kommen, setzt Wien auf sichere Schulwege. Das bedeutet weniger Verkehr und mehr Übersichtlichkeit im Schulumfeld.
Bildnachweis: Sebastian Philipp
Barrierefrei unterwegs
Barrierefreiheit auf Straßen und Plätzen
Barrierefreie Straßen, Gehsteige und Plätze machen Wien für alle Menschen besser nutzbar. Barrierefreiheit bedeutet deshalb mehr als nur einen abgesenkten Gehsteig. Es geht um viele Details im öffentlichen Raum: ausreichend breite Gehwege, gut erreichbare Querungen, tastbare Leitsysteme, akustische Ampelsignale, gut berollbare Oberflächen und geeignete Sitzmöglichkeiten.
Bildnachweis: Mobilitätsagentur Wien / Christian Fürthner
Querungen und Ampeln
Sicher über die Straße
Damit Menschen sicher zu Fuß unterwegs sein können, braucht es gute Lösungen an Kreuzungen und Straßenquerungen. Die Stadt Wien verbessert Querungsmöglichkeiten zum Beispiel durch:
- angepasste Ampelschaltungen,
- ausreichend lange Grünphasen für Fußgänger:innen,
- Mittelinseln als sichere Zwischenstopps,
- Gehsteigvorziehungen für bessere Sichtbarkeit und kürzere Querungswege.
Bildnachweis: MA28/Christian Fürthner
Begrünung und Schatten
Schöne Schattenplatzerl
Bäume und Grünflächen verbessern das Stadtklima und machen Wege angenehmer. Sie spenden Schatten, schaffen Aufenthaltsqualität und laden dazu ein, länger zu Fuß unterwegs zu sein. Und die Stadt wird dadurch einfach schöner.
Bildnachweis: Mobilitätsagentur Wien
Bankerl und Tische
Zum Ausruhen und Plaudern
Zu Fuß unterwegs zu sein bedeutet auch, sich Zeit nehmen zu können. Sitzmöbel laden zum Ausruhen, Warten oder Verweilen ein und machen den öffentlichen Raum lebenswerter. Das Wohnzimmer wird so erweitert und der öffentliche Raum gemeinsam genutzt.
Bildnachweis: Stadt Wien/Christian Fürthner
Trinkbrunnen und Sprühnebel
Erfrischung in der Stadt
In ganz Wien bieten rund 1.800 öffentlichen Trinkbrunnen kostenloses Trinkwasser. Sie befinden sich an Straßen, Spielplätzen, Parks und in Märkten. So musst du nie lange durstig sein. Außerdem gibt es bereits 100 Sprühnebel-Installationen in der Stadt. Sie sorgen für etwas Abkühlung bei extremen Temperaturen.
Bildnachweis: Sebastian Philipp
Masterplan Gehen - Schritt für Schritt zu besseren Fußwegen
Mit Masterplänen-Gehen entwickeln die Wiener Stadt-Bezirke konkrete Maßnahmen, um das Zu-Fuß-Gehen vor Ort zu verbessern. Wo fehlen sichere Verbindungen? Wo braucht es breitere Gehsteige? Welche Wege sind für Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen besonders wichtig? Wo können neue Aufenthaltsorte entstehen?
Auf dieser Grundlage entstehen Projekte wie breitere Gehsteige, Fußgänger:innenzonen, Wohnstraßen oder Verbesserungen im Schulumfeld. Die Stadt Wien unterstützt die Bezirke bei der Planung und Umsetzung. So entsteht Schritt für Schritt ein besseres Fußwegenetz.
Vorzeigeprojekte in Wien
Es gibt Projekte, die besonders sind. Nicht nur weil sie neue Standards in der Verkehrsplanung setzen, sondern auch weil sie ganze Grätzl noch schöner und lebenswerter machen. Die folgenden Beispiele zeigen verkehrsberuhigte Bereiche zum Flanieren und Plätze zum Pausieren.
Bildnachweis: Sebastian Philipp
Barrierefreie Gehwege: Unterwegs sein ohne Hindernisse
Eine Stadt für alle braucht Wege, die von allen Menschen genutzt werden können. Barrierefreie Straßen und Plätze helfen nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern machen das Zu-Fuß-Gehen für alle angenehmer. Etwa für Familien mit Kinderwagen, ältere Menschen oder bei Transporten und Einkäufen. Deshalb ist bauliche Barrierefreiheit ein wichtiges Thema bei der Planung und Gestaltung des Fußverkehrs. Dazu gehören zum Beispiel:
- breite und gut nutzbare Gehwege,
- abgesenkte Gehsteigkanten für Rollstühle, Kinderwägen oder Rollatoren,
- ertastbare Leitsysteme für sehbeeinträchtigte und blinde Menschen,
- sichere Querungsmöglichkeiten von Fahrbahnen.
Supergrätzl & Low Traffic Grätzl
Mehr Platz für Menschen im Grätzl
In Supergrätzln wird ein ganzes Stadtviertel neu gedacht. Ziel ist es, den öffentlichen Raum lebenswerter und schöner zu gestalten und mehr Platz für die Menschen zu schaffen. Denn weniger Durchzugsverkehr, mehr Begrünung, sichere Wege und neue Aufenthaltsbereiche machen das Grätzl angenehmer für alle, die Zu-Fuß-Gehen und Radfahren. Diese sogenannten Supergrätzln sind inspiriert von Barcelona und London.
Ruhigere Straßen, mehr Lebensqualität
Low Traffic Grätzl reduzieren den Durchgangsverkehr in Wohnvierteln. Dadurch entstehen ruhigere Straßen mit mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität. Die Menschen können sich leichter zu Fuß oder mit dem Rad bewegen, Kinder haben mehr Platz und der öffentliche Raum wird wieder stärker zum Treffpunkt im Grätzl.
Ein schöner Schultag beginnt mit einem schönem Schulweg
Der Weg zur Schule ist für viele Kinder der erste eigenständige Weg im Alltag. Deshalb setzt Wien auf sichere und kindgerechte Schulumfelder.
Schulvorplätze
Durch die Gestaltung von Schulvorplätzen entstehen sichere und vor allem schöne Bereiche zum Ankommen, Warten und Begegnen. Mehr Platz zum Gehen, weniger Verkehr und eine bessere Gestaltung sorgen für mehr Sicherheit vor Schulen. Denn Schulvorplätze sind wichtige Orte der Begegnung im Grätzl.
Schulstraßen
Schulstraßen ergänzen diese Maßnahmen: In der Regel 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn und 30 Minuten nach Schulschluss wird der Autoverkehr in Schulstraßen unterbunden. Das macht den Schulweg für Kinder und Eltern angenehmer und vor allem sicherer. Alle Infos zu den Schulstraßen findest du hier.
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Fibel für inklusive Spielplätze in Wien
Download der "Fibel für inklusive Spielplätze in Wien"
Kontakt
Mobilitätsagentur Wien GmbH
Große Sperlgasse 4, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 4000 49900
E-Mail: office@mobilitaetsagentur.at
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