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Steinitzsteg Umleitung über Floridsdorfer Brücke und neue Radwege

Karte von Wien-Floridsdorf mit türkis markierten neuen Radwegen ab 2027 an der Floridsdorfer Brücke und Brünner Straße sowie Anbindungen an Donauinsel, Neue Donau, 19. Bezirk und Donaukanal. Bildnachweis: Mobilitätsagentur Wien

Baustellen sind lästig, aber notwendig – vor allem, wenn es um die Sicherheit geht.

21. Mai 2026

Radweg-Projekte in Floridsdorf der letzten Radwegoffensiven (hier noch exklusive des kommenden Abschnitts auf der Floridsdorfer Hauptstraße) 

 
Floridsdorfer Brücke stellt beste Alternative dar

Die Stadt Wien und die ASFINAG haben im Vorfeld sämtliche Alternativen eingehend geprüft. Die beste Lösung für eine Alternativroute führt Radler:innen künftig über die Floridsdorfer Brücke – alle anderen Varianten bringen keine Vorteile oder sind schlicht nicht finanzierbar. Ein weiterer Brückenneubau wäre aufgrund dieser zahlreichen zu querenden Hindernisse hoch komplex und würde 70 bis 90 Mio. Euro kosten. Das ist in Zeiten akuten Spardrucks nicht umsetzbar. Eine Pontonbrücke stellt ebenfalls keine praktikable Lösung dar, da diese wegen des Donauschiffsverkehres nur über die Neue Donau führen könnte. Und selbst wenn man den Hauptstrom z. B. mit einer Fähre überwindet, würden Lärmschutzwand, Gleise und Autobahnrampen unüberwindliche Barrien darstellen, die umfahren werden müssten. Eine Fähre ist zudem mit langen Wartezeiten verbunden, mit der geplante Alternativroute über die Floridsdorfer Brücke ist man deutlich schneller am Ziel. 

Ein Offenhalten des Steinitzstegs für Radler:innen während der Sanierung ist keine Option: Eine KFZ-Verkehrsführung ohne Nutzung des Steinitzstegs würde zu einem dramatischen Rückstau und einer umfassenden Verdrängung des Autoverkehrs auf die umliegenden Bezirke führen. Das betrifft dann massiv die Öffis: Straßenbahnen und Busse würden ausgebremst – ein No-Go für die Stadt Wien. Und auch die Idee, den Steinitzsteg nur mit einer KFZ-Fahrspur und einem Fahrstreifen für den Rad- und Fußverkehr zu nutzen, ist keine Alternative: Rad- und Fußverkehr müssten aus Sicherheitsgründen durch Betonleitwände vom KFZ-Verkehr getrennt werden, die Bildung einer Rettungsgasse wäre im Notfall unmöglich. Außerdem wäre auch hier der Rückstau und die Verdrängung des Autoverkehrs in die Bezirke massiv, inklusive Behinderung des öffentlichen Verkehrs. 

 
Nordbrücke bleibt während der Sanierung befahrbar 

Das hohe Verkehrsaufkommen und die Konstruktion der Nordbrücke erfordern es, während der Sanierung die zwei Fahrspuren Richtung Floridsdorf von der Nordbrücke auf den Steinitzsteg zu verlegen. Die beiden Fahrspuren der Richtungsfahrbahn Brigittenau auf der Nordbrücke werden in der Bauphase 1 (2028 – 2029) auf die Gegenfahrbahn verlegt. In der Bauphase 2 (2030 – 2031) werden die beiden Fahrspuren der Richtungsfahrbahn Brigittenau wieder wie im Bestand auf den dann bereits sanierten Brückenteil der Nordbrücke gelegt, dann wird auf der zweite Brückenhälfte gearbeitet. 

 
Komplexe Sanierung von 2028 bis 2031 

Die Sanierung der Nordbrücke ist ein komplexes Vorhaben. Die Nordbrücke ist eine Stahlverbundbrücke. Diese Brücken haben als Tragkonstruktion Stahlträger und Stahlverstrebungen. Die Stahlhauptträger der Brücken müssen nun verstärkt werden. Die bestehenden Stahlteile haben zudem eine veraltete Beschichtung. Diese Beschichtung wird entfernt und durch neue und bessere, dem Stand der Technik entsprechende, ersetzt. Auf der Brückenoberseite werden die Abdichtung und der Asphalt sowie die Randbalken, die gesamte Brückenausrüstung (Fahrzeugrückhaltesysteme, Geländer und Brückenentwässerung) und die Straßenbeleuchtung und die Beschilderungen erneuert. Bei der Sanierung werden auch die direkt anschließenden Rampen bearbeitet. Dabei werden schadhafte Betonstellen an den Pfeilern und Widerlagern instandgesetzt, die Brückenlager werden teilweise getauscht bzw. saniert und die Fahrbahnübergänge getauscht. 

Kontakt

Mobilitätsagentur Wien GmbH 
Große Sperlgasse 4, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 4000 49900
E-Mail: office@mobilitaetsagentur.at
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 08.30-12.00 und 13.00-17.00 Uhr; Freitag: 08.30-12.00 und 13.00-15.30 Uhr

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