FAQs
Wünsche und Ideen zum Radfahren, Zu-Fuß-Gehen, baulicher Barrierefreiheit und Sharing-Angeboten in Wien kannst du über die unser Formular einbringen.
Bauliche Barrieren im öffentlichen Raum können über das Online-Formular der Stadt Wien gemeldet werden. Meldungen von Barrieren auf öffentlichen Verkehrsflächen, die das selbstständige und sichere Unterwegssein erschweren, können etwa sein:
- fehlende Gehsteigabsenkungen bei Kreuzungen
- Stufen, bei denen keine barrierefreie Alternative vorhanden ist
- fehlende oder problematische Blindenleitsysteme
Radfahren in Wien
Gibt es in Wien eine Helmpflicht für Radfahrer:innen?
Kinder unter 12 Jahren müssen einen Helm tragen. Für Erwachsene besteht in Wien aber keine Helmpflicht. Kinder unter 12 Jahren müssen auch einen Helm tragen, wenn sie im Kindersitz oder Anhänger transportiert werden.
Wo kann ich in Wien unterwegs mein Fahrrad kostenlos aufpumpen?
In Wien stehen an vielen Standorten im Stadtgebiet kostenlose öffentliche Luftpumpen zur Verfügung. Diese sind jederzeit nutzbar und auch für Kinderwägen und Rollstühle geeignet. Sie sind leicht zu verwenden und alle herkömmlichen Ventile können angeschlossen werden.
Im Stadtplan der Stadt Wien kann nach Luftpumpen, Radservicestationen und Schlauchautomaten gesucht werden.
Wann muss ich in Wien einen Radweg benutzen?
Ein Radweg muss benutzt werden, wenn er vorhanden und mit einem runden Verkehrsschild ausgewiesen ist. Ist der Radweg mit einem eckigen Schild gekennzeichnet, können Radfahrende zwischen Radweg und Fahrbahn wählen. Ausgenommen von der Benützungspflicht von Radwegen sind Rennräder, mehrspurige Fahrräder und Fahrräder mit Anhänger. Hier findest du alle Infos zu den verschiedenen Radverkehrsanlagen in Wien.
Darf ich in Wien mit dem Fahrrad am Gehsteig fahren?
Radfahren am Gehsteig ist in Wien verboten. Nur Kinder auf Kinderfahrrädern dürfen auf dem Gehsteig fahren. Als Kinderfahrräder gelten Räder mit einem Felgendurchmesser von maximal 12 Zoll (30 cm). Hier findest du alle Infos zu den verschiedenen Radverkehrsanlagen in Wien.
Darf ich in Wien mit dem Fahrrad gegen die Einbahn fahren?
Gegen die Einbahn darf in Wien nur dann gefahren werden, wenn dies ausdrücklich erlaubt und durch das Verkehrszeichen “ausgenommen Radfahrer” gekennzeichnet ist. Darf eine Einbahn in beide Richtungen befahren werden, so ist immer auf der rechten Seite zu fahren. Radler:innen dürfen auch in Wohnstraßen mit Schrittgeschwindigkeit gegen die Einbahn fahren. Hier findest du alle Infos zu den verschiedenen Radverkehrsanlagen in Wien.
Wann und wo darf ich mein Rad in Wien in Öffis mitnehmen?
In der U-Bahn ist die Fahrradmitnahme in Wien außerhalb der Stoßzeiten erlaubt und kostenlos. In Straßenbahn und Bus dürfen keine Fahrräder transportiert werden. Auch in S-Bahnen und Zügen der ÖBB ist die Mitnahme von Fahrrädern unter Einhaltung der geltenden Regeln gestattet. Falträder zählen zusammengeklappt als Handgepäck und dürfen meist auch in Straßenbahn und Bus mitgeführt werden.
Ab welchem Alter dürfen Kinder in Wien alleine Radfahren?
Kinder dürfen ab 12 Jahren alleine Radfahren. Ab 9 Jahren dürfen Kinder mit einem Radfahrausweis ohne Begleitperson (älter als 16 Jahre) ein Fahrrad im Straßenverkehr lenken.
Um einen Radfahrausweis zu erhalten, können Kinder, die 10 Jahre alt sind, sowie alle Schüler:innen der 4. Schulstufe, die 9 Jahre alt sind, die freiwillige Radfahrprüfung ablegen. Diese besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Mehr Infos dazu gibt es hier.
Wie transportiere ich Kinder sicher mit dem Fahrrad?
Kinder können in Wien mit einem geeigneten Kindersitz, Fahrradanhänger oder einer für Kinder zugelassenen Transportkiste sicher mit dem Fahrrad mitgenommen werden. Wichtig sind eine passende Sicherung des Kindes, ein gut ausgestattetes Fahrrad und ein Radhelm für Kinder unter zwölf Jahren.
Je nach Alter des Kindes, Strecke und Fahrrad können unterschiedliche Transportlösungen sinnvoll sein:
- Kindersitz: Ein Kindersitz darf in Österreich nur hinter dem Sattel montiert werden. Er muss unter anderem über ein Gurtsystem, einen Beinschutz, Fußfixierungen und eine Kopflehne verfügen. Pro Fahrrad darf in einem Kindersitz ein Kind mitgenommen werden.
- Fahrradanhänger: Ein Anhänger bietet Platz für ein oder mehrere Kinder. Er sollte über ein geeignetes Gurtsystem, eine Feststell- oder Radblockiervorrichtung sowie einen Schutz vor Kontakt mit Speichen und Rädern verfügen.
- Transportkiste: Kinder dürfen auch in einer für den Kindertransport geeigneten Transportkiste mitgenommen werden. Sie muss mit einem Gurtsystem ausgestattet sein, das Kinder nicht leicht selbst öffnen können. Die Kiste kann vorne oder hinten am Fahrrad angebracht sein.
Die wichtigsten Vorgaben für den Kindertransport finden sich in der Straßenverkehrsordnung (StVO) und der Fahrradverordnung. So muss z.B. die fahrende Person muss mindestens 16 Jahre alt sein.
Wo melde ich „Fahrrad-Wracks” und falsch abgestellte Fahrräder in Wien?
Falsch abgestellte Fahrräder oder Fahrrad-Wracks können direkt bei der Magistratsabteilung 48 gemeldet werden. Die Abschleppgruppe der MA 48 kümmert sich um die Entfernung.
Telefon: +43 1 76043
E-Mail: el@ma48.wien.gv.at
Die von der MA 48 verrechneten Kosten entsprechen den Tarifen für Fahrzeugabschleppungen. Mehr Infos zum Abstellen von Fahrrädern.
Wo finde ich Fahrradgaragen in Wien?
Es gibt mehrere Radgaragen in Wien, z.B. bei der Kennedybrücke, beim Hauptbahnhof und in Liesing. Am Westbahnhof befindet sich ein überdachter Fahrrad-Abstellplatz.
Am Hauptbahnhof umfasst die betreute Radstation nicht nur Garagenplätze, sondern auch eine Werkstatt, einen Fahrradverleih und ein Radgeschäft. Die Öffnungszeiten und Kosten der Radgaragen variieren je nach Standort. Die Nutzung der Radgarage am Westbahnhof ist kostenlos.
Gibt es Radfahrtrainings für Kinder?
Für Kinder von 3 bis 12 Jahren gibt es kostenlose Radfahrtrainings, bei denen sie spielerisch und unter Anleitung das Radfahren üben können. Die offenen Trainings finden von April bis November an ausgewählten Wochenenden auf Wiener Radübungsplätzen statt und können ohne Voranmeldung besucht werden. Hier gibt es mehr Infos dazu.
Für die offenen Trainings müssen Familien keine eigenen Räder oder Helme mitbringen: Kostenlose Leihräder und Leihhelme stehen vor Ort zur Verfügung. Trainer:innen unterstützen die Kinder beim Üben, die Aufsichtspflicht bleibt jedoch bei den begleitenden Erwachsenen.
Für Schulklassen gibt es außerdem kostenlose Radfahrkurse für die 3. und 4. Klassen der Volksschule und die erste Sekundarstufe. Dabei üben die Kinder Fahrtechnik, Geschicklichkeit und sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Leihräder und Helme stehen ebenfalls zur Verfügung. Weitere Infos für Pädagog:innen findest du hier.
Welche Angebote gibt es für erwachsene Personen in Wien, die Radfahren lernen möchten?
Wer als erwachsene Person Radfahren lernen oder die eigenen Fahrkenntnisse verbessern möchte, findet in Wien verschiedene Radfahrkurse und Trainingsangebote von privaten Radfahrschulen (wie FahrSicherRad oder Schulterblick) und Organisationen (wie ÖAMTC). Je nach Angebot können Anfänger:innen die Grundlagen lernen, Fahrtechnik üben oder mehr Sicherheit im Straßenverkehr gewinnen. Ein Kurs kann sich sowohl an Menschen richten, die noch nie Rad gefahren sind, als auch an Personen, die nach längerer Pause wieder einsteigen möchten.
Was ist ein Transportfahrrad und wofür eignet es sich in Wien?
Ein Transportfahrrad hat eine große Transportbox oder Ladefläche für schwere Gegenstände oder Kinder. Es gibt ein- und mehrspurige Modelle. Ein Transportfahrrad eignet sich in Wien ideal für Einkäufe, Fahrten mit Kindern und für Betriebe.
Über die Plattform Grätzlrad kann ein Transportfahrrad für einen Tag oder auch nur ein paar Stunden kostenlos ausgeliehen werden.
Was gilt in Wien als E-Bike?
Ein E-Bike gilt mit einem E-Antrieb bis maximal 600 Watt und maximal 25 km/h als Fahrrad. Zusätzlich benötigt es tretbare Pedale. Daher fallen die E-Mopeds unter die Definition eines Fahrrads.
Welche Regeln gelten in Wien für Scooter, E-Scooter und Rollern?
Bei Scootern unterscheidet man verschiedene Modelle. Die kleineren Micro-Scooter bzw. Tretroller gelten, wie Kinderfahrräder, als Spielzeug und dürfen auf dem Gehsteig verwendet werden. E-Scooter gelten je nach Watt und Geschwindigkeit als Fahrrad oder Moped und unterliegen den entsprechenden Verkehrsregeln. Das Fahren auf dem Gehsteig ist nicht erlaubt. E-Mopeds gelten ab dem 01.10.2026 als Mopeds und dürfen nur mehr auf der Fahrbahn fahren. Mehr zu den Regelungen hier.
Wie schütze ich mein Fahrrad?
Um das Rad bestmöglich vor Diebstahl zu schützen, ist ein hochwertiges Schloss besonders wichtig. Auch das Absperren des Fahrrads am Rahmen ist empfehlenswert. Außerdem ist es ratsam, sichere Fahrradabstellanlagen aufzusuchen – am besten an belebten und gut beleuchteten Plätzen.
Ausführliche Informationen zum Schutz vor Fahrraddiebstahl gibt es in der aktuellen Broschüre des BMIMI.
Was mache ich, wenn mein Fahrrad gestohlen wurde?
Wenn dein Fahrrad gestohlen wurde, solltest du den Diebstahl umgehend bei der Polizei melden. So kann es im Falle eines Auffindens mit den aufgenommenen Diebstahlsanzeigen abgeglichen werden. Wichtig ist außerdem, den Fahrraddiebstahl der Versicherung zu melden. Informationen zu Fahrraddiebstahl-Versicherung bieten z.B. die Radlobby oder der VCÖ an.
Was ist die Wiener Radkarte und wo bekomme ich sie?
Die Radkarte Wien zeigt das gesamte Wiener Radwegenetz und wichtige Servicestellen für Radfahrende. Sie ist als Printprodukt kostenlos an zahlreichen Orten in Wien erhältlich: Hier gibt's die Radkarte.
Eingezeichnete Servicestellen sind z.B.:
- Fahrradverleihe
- überwachte Fahrradabstellanlagen
- Wiens Radgeschäfte
- öffentliche Servicestationen (z.B. Luftpumpen)
- Trinkbrunnen
- überdachte Fahrradabstellplätze
- Fahrradgeschäfte
Dürfen Motorräder in Wien an Fahrradständern abgestellt werden?
Motorräder dürfen nur an Fahrradständern abgestellt werden, wenn sich diese auf der Fahrbahn befinden. Ein Abstellen auf dem Gehsteig ist verboten.
Verstöße können der Magistratsabteilung 67 gemeldet werden.
Wer ist in der Stadt für den Winterdienst bei den Radwege zuständig?
Der Fokus liegt bei der Schneeräumung beim Winterbasisradwegnetz, also jenen Radwegen, die für Radler:innen von besonderer Wichtigkeit sind. Die Magistratsabteilung 48 räumt so 277 Kilometer der wichtigsten Radwege in Wien so schnell wie Hauptstraßen. Weitere über 900 Kilometer Radwege folgen im Zuge der Nebenfahrbahnen und werden ebenfalls von Schnee und Eis befreit.
Warum gibt es in Österreich keine Kennzeichen für Fahrräder?
Kennzeichen für Fahrräder wären administrativ aufwendig und mit hohen Kosten verbunden. Außerdem wäre Österreich das einzige Land mit Nummerntafeln für Fahrräder.
Zu Fuß unterwegs in Wien
Was ist die Wien zu Fuß-App?
Die Wien zu Fuß-App lädt dich dazu ein, die Stadt zu entdecken, Schritte zu zählen und diese gegen Gutscheine einzutauschen. Die kostenlose App ist für Android- und iPhones verfügbar. Mehr Infos und Download hier: linklinklink
Die Smartphone-App enthält:
- Verschiedene Geschenke und Gutscheine zur Abholung in Wien
- Ein Ranking mit den meisten Schritten im Bezirk bzw. wienweit
- Challenges
Warum muss ich bei der Fußgängerampel in Wien manchmal so lange warten, bis es Grün wird?
Bei Wünschen oder Fragen zu Ampeln in Wien kannst du dich an die Magistratsabteilung 33 wenden. Die Mitarbeiter:innen am Lichttelefon geben Auskunft unter: +43 800 33 80 33.
Den Ausfall oder Störungen von Ampeln kannst du beim Lichttelefon oder bei der Infoline Straße und Verkehr unter +43 1 955 59 melden.
Was heißt bauliche Barrierefreiheit in Wien und was hat das mit dem Zu-Fuß-Gehen zu tun?
Bauliche Barrierefreiheit bedeutet, dass der öffentliche Raum in Wien so gestaltet ist, dass er auch von Menschen mit Beeinträchtigungen genutzt werden kann. Viele kleine Maßnahmen erhöhen die Nutzbarkeit des öffentlichen Raums, wie zum Beispiel:
- Taktile Bodenleitsysteme
- Akustik-Systeme an Ampeln
- Nicht zu hohe Gehsteigkanten an Übergängen
Wie funktionieren Druckknopfampeln in Wien?
Druckknopfampeln sind in Wien mit „Bitte drücken” und/oder einem Hand-Symbol gekennzeichnet. Es gibt drei verschiedene Arten von Druckknopfampeln. Je nach Ampel passiert nach dem Drücken folgendes:
- Die Grünphase wird verlängert.
- Man bekommt Grün.
- Die Wartezeit wird verkürzt. Es wird also schneller Grün.
Achtung: Die blauen und gelben Kästchen an der Ampel ohne die Aufschrift „Bitte drücken” oder das Hand-Symbol sind Blinden-Akustik-Systeme. Diese dienen dazu, dass blinde Personen hören, wenn eine Ampel Grün wird. Hier bitte die Knöpfe (insbesondere auf der Unterseite des Kästchens) nicht drücken.
Was ist die Wiener Fußwegekarte und wo bekomme ich sie?
Die Wiener Fußwegekarte zeigt das Wiener Wegenetz, die Stadtwanderwege und beinhaltet nützliche Infos und Tipps zum Zu-Fuß-Gehen. Sie ist als Printprodukt kostenlos an zahlreichen Stellen in Wien erhältlich: Hier gibt’s die Fußwegekarte.
Eingezeichnet sind z.B.:
- Fußwege
- Einkaufsstraßen und Marktflächen
- Trinkbrunnen
- Öffentliche WC-Anlagen
- Öffentliche Durchgänge
- Spielplätze
- Hundezonen
Was ist die Räumphase in Wien?
Die Räumphase ist jene Zeit, die den Zu-Fuß-Gehenden bleibt, um die Kreuzung zu verlassen, auch wenn die Ampel schon Grün blinkt oder auf Rot umspringt. Autofahrende müssen beim Abbiegen Fußgänger:innen in Ruhe queren lassen.
Was ist eine Begegnungszone in Wien?
Eine Begegnungszone ist in Wien eine Verkehrsfläche, die von allen Verkehrsteilnehmenden gleichberechtigt genützt werden darf. Für Rad- und Autofahrende gilt ein Tempolimit von 20 km/h. Zu-Fuß-Gehende dürfen überall die Straße benutzen, ohne jedoch den Fahrzeugverkehr mutwillig zu behindern.
Was ist eine Fußgänger:innen-Zone in Wien?
In der Fußgänger:innen-Zone haben Fußgänger:innen Vorrang. Die Zufahrt von Kraftfahrzeugen kann erlaubt sein, beispielsweise für Ladetätigkeiten. Dies ist durch entsprechende Schilder gekennzeichnet. Fahrzeuge der Feuerwehr, Rettung oder auch des Straßendienstes und der Müllabfuhr dürfen in der Fußgängerzone fahren. In Fußgänger:innen-Zonen darf man dann Radfahren, wenn es durch Beschilderung ausdrücklich erlaubt ist. Für alle Fahrzeuge gilt Schrittgeschwindigkeit. Ist eine Fußgänger:innen-Zone für den Radverkehr nicht geöffnet, muss das Fahrrad geschoben werden.
Was ist eine Wohnstraße in Wien?
Auf Wohnstraßen ist das Gehen und Spielen auf der Straße erlaubt. Für alle Fahrzeuge gilt Schrittgeschwindigkeit. In Wohnstraßen darf man immer in beide Richtungen Radfahren, auch wenn es eine Einbahnstraße ist. Autos dürfen in Wohnstraßen nur zufahren, aber nicht durchfahren.
Was sind taktile Leitsysteme?
Taktile Leitsysteme sind fühlbare Orientierungshilfen im öffentlichen Raum, die vor allem blinden und sehbehinderten Menschen die Orientierung erleichtern. Sie bestehen meist aus Rillen, Noppen oder tastbaren Kanten, die mit dem Langstock oder den Füßen ertastet werden können.
Taktile Leitsysteme helfen dabei, Wege zu finden, Richtungen zu erkennen und Gefahrenstellen wahrzunehmen. In Wien kommen sie unter anderem auf Gehflächen, bei Haltestellen und an Querungsstellen zum Einsatz.
Die unterschiedlichen Oberflächen haben unterschiedliche Funktionen:
- Leitstreifen mit Rillen zeigen eine Gehrichtung an und helfen dabei, einem Weg zu folgen.
- Noppenfelder machen auf eine besondere Stelle oder einen Richtungswechsel aufmerksam.
- Taktile Elemente können beispielsweise zu Haltestellen, Querungsstellen oder Eingängen führen.
- Der Kontrast zwischen taktiler Fläche und Umgebung kann zusätzlich Menschen mit Sehbehinderung die Orientierung erleichtern.
Für Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt sehen, sind tastbare Orientierungselemente eine wichtige Ergänzung zu visuellen Informationen. Sie ermöglichen es, sich selbstständiger und sicherer im öffentlichen Raum zu bewegen.
Damit das Leitsystem funktioniert, sollten die tastbaren Flächen nicht durch abgestellte Fahrräder, Scooter, Mülltonnen oder andere Gegenstände verstellt werden. So bleiben Gehwege und wichtige Orientierungslinien für alle zugänglich.
Was ist ein Supergrätzl bzw. Low-Traffic-Grätzl in Wien?
Ein Supergrätzl ist ein Stadtviertel mit wenig motorisiertem Durchzugsverkehr, mehr Grün und mehr Platz für Menschen. Durch eine neue Verkehrsorganisation werden Straßen beruhigt und Flächen für Gehen, Radfahren, Aufenthalt, Begrünung und Abkühlung geschaffen.
In einem Supergrätzl können Autos weiterhin zu Wohnhäusern, Garagen und anderen Zielen zufahren. Durchfahren ist jedoch nicht mehr möglich: Der motorisierte Verkehr wird an den Rand des Gebiets gelenkt. Zu Fuß und mit dem Fahrrad kann man das Supergrätzl weiterhin durchqueren; auch Einsatzfahrzeuge und die Müllabfuhr können zufahren.
Wer ist für den Winterdienst der Gehsteige und Gehwege in Wien zuständig?
Für die Schneeräumung ist in Wien grundsätzlich die Eigentümer:in des an einen Gehsteig angrenzenden Grundstücks bzw. Hauses zuständig. Gehwege müssen in Wien zwischen 6 Uhr und 22 Uhr geräumt und bei Glatteis bestreut sein.
Es müssen zwei Drittel der Gehwegbreite vom Schnee befreit sein. Ist der Gehsteig schmäler als 1,5 Meter, muss er komplett geräumt werden. Der Schnee muss abtransportiert oder am verbleibenden äußeren Gehwegrand abgeladen werden. Bleibt Glatteis oder eine rutschige Schneeschicht bestehen, muss diese Fläche gestreut werden.
Auskunft zur Schneeräumung gibt auch das Schneetelefon der Magistratsabteilung 48: +43 1 546 48.
Wer ist für die öffentlichen Toiletten in Wien zuständig?
Um die öffentlichen WCs in Wien kümmert sich die Magistratsabteilung 48. Anregungen, Wünsche und Beschwerden zu Toiletten in Wien kannst du mittels Online-Formular abgeben. Alternativ kannst du dich ans Misttelefon wenden: +43 1 546 48.
Kontakt
Mobilitätsagentur Wien GmbH
Große Sperlgasse 4, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 4000 49900
E-Mail: office@mobilitaetsagentur.at
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 08.30-12.00 und 13.00-17.00 Uhr; Freitag: 08.30-12.00 und 13.00-15.30 Uhr
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