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Schulstraße - Wiener Modell

Ein Scherengitter versperrt eine Gasse. Zwei Kinder stehen daneben Bildnachweis: Mobilitätsagentur Wien/Christian Fürthner

So macht der Weg in die Schule Spaß und ist sicher

Kinder wollen und sollen gut und sicher zur Schule kommen. Der Weg sollte dabei einfach sein. Vor vielen Schulen gibt es jedoch viel Autoverkehr, nicht nur weil manche Eltern ihre Kinder mit dem Auto als „Eltern-Taxi“ direkt bis vor die Schule bringen. Dadurch kann es vor Schulen gefährlich und unübersichtlich werden.

Die Stadt Wien macht deshalb die Umgebung von Schulen ruhiger und sicherer. Eine Maßnahme dafür ist die Schulstraße – Wiener Modell. Das Ziel: Es sollen weniger Autos vor den Schulen fahren. Eltern sollen ihre Kinder nicht mit dem Auto direkt vor die Schule bringen. So wird das Schulumfeld sicherer.

Vorteile von Schulstraßen

•    Mehr Kinder gehen zu Fuß zur Schule.
•    Mehr Kinder fahren mit dem Fahrrad oder Roller.
•    Bewegung ist gesund und hilft den Kindern, sich besser zu konzentrieren.
•    Gut für die Umwelt und das Klima.

Hier gibt es bereits Schulstraßen in Wien:

  • 1020, Vereinsgasse – Vormittag und Nachmittag
  • 1040 Phorusgasse – Vormittag
  • 1090, Gilgegasse – Vormittag
  • 1100, Keplerplatz – Vormittag
  • 1100, Kempelengasse – Vormittag und Nachmittag
  • 1110, Fuchsröhrenstraße – Vormittag
  • 1100, Alxingergasse – Vormittag
  • 1120, Deckergasse – Vormittag
  • 1120, Rothenburgstraße – Vormittag
  • 1120, Rohrwassergasse – Vormittag
  • 1160, Herbststraße – Vormittag
  • 1160, Landsteinergasse – Vormittag
  • 1170, Wichtelgasse – Vormittag und Nachmittag

FAQs zur Schulstraße - Wiener Modell

Was genau ist eine Schulstraße in Wien?

  • In der Schulstraße gilt ein zeitliches Fahrverbot für 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn. Endet der Unterricht für alle Klassen zur selben Zeit, kann auch zu Schulschluss eine Schulstraße umgesetzt werden. 
  • Das Fahrverbot gilt für alle Kraftfahrzeuge, das Radfahren ist weiterhin möglich. 
  • Auch für Anrainer:innen ist das Zu- und Ausfahren verboten. 
  • Neben einer Fahrverbotstafel wird eine physische Absperrung, etwa ein Scherengitter, aufgestellt. 

Wie kann eine Schulstraße in Wien beantragt werden?

Eine Schulstraße kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn sie von der Schule, dem Elternverein und dem Bezirk unterstützt wird. Hast du Interesse an der Umsetzung einer Schulstraße, wende dich an die Mobilitätsagentur Wien. Diese informiert über Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit Schulstraßen und führt ein Beratungsgespräch mit allen Beteiligten durch. 

Stimmen Schule und Bezirk über die Maßnahme überein, wendet sich der Bezirk mit dem Antrag auf Prüfung des Standorts an die zuständige Behörde (MA46 – Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten). Aus der Prüfung können auch andere Ideen, etwa eine Vergrößerung des Schulvorplatzes, als besser geeignete Lösung hervorgehen.

Was passiert nach der Verordnung der „Schulstraße – Wiener Modell“?

  • Der Bezirk übernimmt die Kosten für das Aufstellen der Fahrverbotstafeln sowie für die Absperrung (Scherengitter).
  • Die Anrainer:innen und Eltern werden gemeinsam vom Bezirk und der Mobilitätsagentur informiert.
  • Die Mobilitätsagentur unterstützt auch mit pädagogischen Materialien für den Unterricht.
  • Die Schule ist verantwortlich für das tägliche Aufstellen, Wegräumen und Verwahren der Absperrung (Scherengitter).

Welche Kriterien gelten für die Errichtung einer „Schulstraße – Wiener Modell“?

  • In Schienenstraßen ist keine Schulstraße möglich.
  • Geprüft wird die Bedeutung des Standorts für den Durchzugsverkehr sowie etwaige Verkehrsverlagerungen. Auch während des zeitlichen Fahrverbots müssen die umliegenden Grätzl erreichbar bleiben.
  • Öffentliche Verkehrsmittel bzw. Lade-, Diplomaten- oder Behindertenzonen, die im entsprechenden Straßenabschnitt liegen, sind kein Ausschlusskriterium. Ein Bus müsste gegebenenfalls umgeleitet werden.
  • Schulstraßen können auch in bereits verkehrsberuhigten Zonen (etwa einer Wohnstraße) umgesetzt werden.
  • Die Einrichtung einer Schulstraße geht nicht automatisch mit der Errichtung neuer Kiss & Ride – Zonen einher.

Kontakt

Mobilitätsagentur Wien GmbH 
Große Sperlgasse 4, 1020 Wien
Telefon: +43 (0)1 4000 49900
E-Mail: office@mobilitaetsagentur.at
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 08.30-12.00 und 13.00-17.00 Uhr; Freitag: 08.30-12.00 und 13.00-15.30 Uhr

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